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„Ein deutlicher Mehrwert für Reisende“ – Das Interview mit Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich
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„Ein deutlicher Mehrwert für Reisende“ – Das Interview mit Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich

Erfolgsmodell für die Mobilitätswende: Stadtwerke Willich und Roatel setzen neue Maßstäbe für moderne Ladeparks

Die Zukunft der Elektromobilität entscheidet sich an den Knotenpunkten, an denen Ladeinfrastruktur und Aufenthaltsqualität zusammenkommen. Ein Paradebeispiel für diese wegweisende Symbiose ist im Gewerbegebiet in Willich entstanden. Auf rund 4.500 m² betreiben die Stadtwerke Willich gemeinsam mit namhaften Partnern wie Tesla, Allego und Electra eines der größten Schnellladezentren Nordrhein-Westfalens. Das Besondere: Neben 22 DC-Ladestationen mit bis zu 400 kW Leistung, Gastronomie und Logistikservices wurde auch ein Mikrohotel von Roatel direkt in den Park integriert.

Auf nur rund 60 m² bietet das Roatel vier voll ausgestattete Einzelzimmer inklusive eigenem Bad, WLAN und TV. Für Ladepark-Betreiber und Stadtwerke zeigt dieser Standort, wie maximale Flächeneffizienz und hoher Nutzerkomfort Hand in Hand gehen können. Im Interview erklärt Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich, warum die Kombination aus grüner Energie und Mikrohotellerie ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell für die Infrastruktur von morgen ist.

„Ein deutlicher Mehrwert für Reisende“
Das Interview mit Tafil Pufja, Geschäftsführer der Stadtwerke Willich

Frage: Die Stadtwerke Willich haben mit dem Ladepark einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der Mobilität gemacht. Welche Rolle spielt dieser Standort insgesamt für Sie?

Den Standort haben wir sehr bewusst in unmittelbarer Nähe der A44 und direkt im neuen Gewerbegebiet von Willich gewählt. Mit insgesamt 50 Ladepunkten ergänzt er die bestehende Ladeinfrastruktur optimal und ermöglicht auch Gewerbetreibenden mit Transportern wie Sprinter oder Crafter das Stromtanken.

Frage: Sie haben sich entschieden, den Ladepark um ein Roatel zu ergänzen. Was hat Sie an dem Konzept überzeugt?

Folgende Punkte haben uns bei der Planung unseres Ladesparks besonders angesprochen. Zum einen die Möglichkeit, dass Reisende spontan und preiswert eine Übernachtung buchen können. Zum anderen die Effizienz auf kleinem Raum – alles, was man für eine Übernachtung braucht, ist auf kleinem Raum vorhanden.

Frage: Ein Roatel benötigt nur ca. 60 m² Fläche. Wie bewerten Sie diese Flächeneffizienz im Hinblick auf die Planung und Erweiterung von Ladeparks?

Angesichts der aktuellen Grundstückspreise bewerten wir die vergleichsweise geringe Flächenanforderung als besonders vorteilhaft. Die Erweiterung unseres Ladeparks um ein Roatel schafft einen deutlichen Mehrwert für Reisende.

Frage: Würden Sie Roatel auch anderen Ladeparks empfehlen, wenn ja warum?

Ja, das würden wir. Gründe sind die Platzersparnis und eine einfache Integration, selbst in eine bestehende Infrastruktur.

Frage: Welche Vorteile bietet die Kombination aus Ladepark und Übernachtungsmöglichkeit aus Ihrer Sicht für die Nutzer?

Der Vorteil für Nutzerinnen und Nutzer von E-Fahrzeugen, vor allem, wenn sie nicht aus der Region kommen, liegt auf der Hand. Sie müssen nicht nach weiteren Übernachtungsmöglichkeiten suchen, profitieren von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und können am nächsten Morgen ausgeruht in ihr Fahrzeug steigen.

Frage: Ladezeiten bedeuten immer auch Aufenthaltszeit. Welche Rolle spielt es dabei, den Menschen vor Ort mehr als nur Infrastruktur zu bieten?

Da Laden Zeit braucht, ist es wichtig, den Aufenthalt attraktiv zu gestalten – etwa mit Gastronomie oder der Möglichkeit zu übernachten. Das steigert die Nutzerzufriedenheit, fördert längere Aufenthalte und kann neue Einnahmequellen für Betreiber schaffen.

Frage: Sehen Sie in solchen kombinierten Konzepten – Energie, Mobilität und Übernachtung – ein Modell für zukünftige Infrastrukturprojekte?

Konzepte, die Mobilität und Übernachtung verbinden, berücksichtigen verschiedene Verbraucherbedürfnisse. Solche multifunktionalen Infrastrukturprojekte können helfen, den Wandel zur Elektromobilität zu beschleunigen.

Zukunftsmodell für Stadtwerke

Der Erfolg am Standort Willich zeigt, dass moderne Ladeparks weit mehr sein müssen als reine Tankstellen für Strom. Sie werden zu „Mobilitätsknotenpunkten der Zukunft“, an denen Erholung und Effizienz verschmelzen. Für Roatel ist das Projekt in Willich ein weiterer Meilenstein beim Ausbau des bundesweiten Netzwerks, das bereits über 40 Standorte umfasst.

„Wir möchten genau diesen Erfolg auf weitere Regionen übertragen“, erklärt Thomas Ugowski, Standortentwickler bei Roatel. „Das modulare Roatel-Konzept bietet Stadtwerken, Kommunen und privaten Ladepark-Betreibern eine schlüsselfertige Möglichkeit, ihre Standorte wirtschaftlich zu optimieren, zusätzliche Frequenz zu generieren und sich im Wettbewerb um die Kunden als Innovationsführer zu positionieren. Wir laden interessierte Betreiber herzlich ein, gemeinsam mit uns die verkehrsnahe Standorte von morgen zu gestalten.“

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